FineTrading ist eine alternative Finanzierungsmethode, welche in Deutschland immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Wer von FineTrading noch nie etwas gehört hat, hat eventuell schon einmal den Begriff „Wareneinkaufsfinanzierung“ gehört. Dies ist eine andere Bezeichnung dafür. Speziell in zwei großen Anwendungsfällen kommt dieser Prozess zum Vorschein: Wenn der Kredit bei der Hausbank ausgereizt ist und diese einem keinen mehr gewährt und ein großes Projekt bevorsteht, oder aber, wenn man saisonale Produkte verkauft und kurz vor der Saison seine Liquidität erhöhen muss. Durch die Wareneinkaufsfinanzierung ist es nämlich möglich die Ware über einen externen Dienstleister zu bekommen und erst zu einem späteren Zeitpunkt zu bezahlen. Dies bietet einem die Möglichkeiten bestimmte große Projekte oder Phasen erfolgreich abzuschließen, um einen maximalen Gewinn zu erzielen, auch wenn man keinen Kredit aktuell bekommt.

Der Ablauf von FineTrading

Beim FineTrading sucht ein Unternehmen sich einen FineTrader mit welchem er die Konditionen aushandelt. Im Anschluss wird eine Bonitätsprüfung durchgeführt. Sollte diese positiv ausfallen kann die Ware bestellt werden. Der Abnehmer verhandelt dabei ganz normal mit dem Lieferanten. Dadurch, dass der Lieferant weiß, dass die Rechnung sofort von einem FineTrader bezahlt wird, stuft er den Abnehmer als Sofortzahler ein und somit entsteht eine bessere Beziehung und es können gute Konditionen ausgehandelt werden. Die Ware wird dabei ebenfalls direkt an den Abnehmer geliefert. Sobald dieser die Ware bekommen hat, wird sie kontrolliert und sollte alles korrekt sein, wird dies dem FineTrader übermittelt und er begleicht unverzüglich mit Abzug von Skonto die Rechnung.

Nachdem der Lieferant bezahlt wurde, erstellt der FineTrader seine eigene Rechnung, welche er dem Abnehmer zukommen lässt. Hierbei werden noch Gebühren etc. aufgeschlagen, schließlich muss auch etwas verdient werden. Aber im Endeffekt kommt der Abnehmer trotzdem noch günstiger davon. Sobald der Abnehmer die Rechnung erhalten hat, wird ihm ein Zahlungsziel von meist 120 Tagen gewährt. Innerhalb dieser Zeit kann er also seine Projekte problemlos umsetzen, nach Möglichkeiten Gewinne erzielen und die Rechnung im Anschluss begleichen.

Vorteile für alle beteiligten

Grundlegende Vorteile wurden bereits grob angedeutet. Obwohl der Abnehmer 120 Tage Zeit hat, um die Rechnung zu begleichen profitiert er dennoch von Skonto, da der FineTrader den Lieferanten nach 1-2 Tagen bezahlt. Der Lieferant hat den großen Vorteil, dass sein Ausfallrisiko auf nahezu 0 % minimiert wird und er sich sicher sein kann, dass er das Geld umgehend bekommt. Dadurch können wie bereits erwähnt sehr gute Konditionen ausgehandelt werden und man ist ein gern gesehener Geschäftspartner. Weiterhin ist man wesentlich flexibler, als mit einem Bankkredit. Durch FineTrading kann dieses vor jedem Einkauf individuell ausgehandelt und angepasst werden.

Ein Nachteil, der genannt werden sollte ist, dass dieser Vorgang für Kleinunternehmen eher ungeeignet ist, denn FineTrading Unternehmen bieten diese Dienstleistung meist erst ab einem bestimmten Auftragsvolumen an.

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