Auch wenn zunächst an den Börsen auf die Arbeitsmarktdaten der USA gewartet und Zurückhaltung geübt wird, geht der Trend des DAX weiter nach oben.

Nach der Kurs-Rallye, die mit der Verkündung der EZB einsetzte, den Leitzins erneut um 25 Basispunkte auf aktuell 0,25 Prozent zu senken, trat an den Börsen eine leichte Ernüchterung ein. Die mit Spannung erwarteten Daten zur US-Arbeitsmarktentwicklung werden dafür ausschlaggebend sein, ob die FED ebenso wie EZB an der lockeren Geldmarktpolitik festhalten wird. Mit rund 85 Milliarden US-Dollar im Monat stützt die US-amerikanische Zentralbank derzeit den wirtschaftlichen Aufschwung, indem sie Staatsanleihen und Immobilienpapiere aufkauft. Auch der Wechsel an der Spitze der FED wird dabei keine Änderungen bringen, so lange die Wirtschaft nicht nachhaltig wächst. Nach den gemischten Oktoberdaten, die nicht zuletzt auf die Zwangsbeurlaubung im Rahmen des Gouvernment Shutdown zurückzuführen sind, müssen die aktuellen Entwicklungen nun abgewartet werden.

Die bereits sehr lange anhaltende Niedrigzinspolitik der verschiedenen Zentralbanken treibt dabei immer mehr Liquidität in die Aktienwerte, da ganz einfach Anlage-Alternativen fehlen. Staatsanleihen werfen derzeit eine sehr geringe Rendite ab oder sind entgegen aller Erwartungen mit hohen Risiken belastet, wie die Staatsschuldenproblematik innerhalb der EU deutlich macht. Deshalb befürchten zahlreiche Experten, dass Einzelwerte aktuell vollkommen unrealistisch dargestellt würden und eine kräftige Korrektur die logische Folge sein müsste. Genaue Vorhersagen, wann dies zu erwarten sei, können dabei allerdings von keiner Seite erwartet werden.

Auslöser könnten zum einen die erneut aufflammende Diskussion zur Staatsverschuldung in den USA sein, denn das Thema ist noch lange nicht zufriedenstellend geklärt, aber auch die nach wie vor schwelenden Probleme der Schuldenstaaten in der EU, die jederzeit wieder akut werden können. Ein weiterer Risikofaktor ist im Stresstest für die EU-Banken zu sehen, der für das kommende Jahr flächendeckend von der EZB angekündigt wurde. Derzeit lässt sich noch nicht einschätzen, wie gut die Finanzinstitute wirklich aufgestellt sind. Nachdenklich machen allerdings die Hinweise des EZB-Chefs Draghi, dass ein Auffangmodell für Banken, die beim Test durch das Raster rutschen, dringend geschaffen werden sollte. Weitere Informationen über alles, was im Zusammenhang mit Forex binären Optionen und klicken Sie hier (binäre-option.eu).