tipps_daytradingDaytrading bedeutet, dass Positionen am selben Tag geschlossen werden, an dem sie der Trader eröffnet hat. Viele Trader wählen diese Vorgehensweise, weil ihnen die möglichen nächtlichen Kurslücken bekannt sind, die einen Vortagesgewinn in einer Position wieder eliminieren können. Dennoch hat auch das Halten von Positionen nach wie vor seine Berechtigung, nur gelten hierfür andere Strategien.

Im Folgenden verraten wir unsere 5 besten Tipps für das reine Daytrading.

Tipp Nummer 1: Umgang mit dem Demokonto

Die Berechtigung eines Demokontos mit virtuellem Geld zweifelt niemand an, es wäre natürlich auch für das geplante Positionstrading über Tage und Wochen wertvoll. Beim Daytrading geht es aber in diesem Kontext um den richtigen Umgang mit dem Demokonto. Dieses entfaltet erst dann seine ganzen Vorzüge, wenn es dem späteren Echtgeldkonto wie ein Ei dem anderen gleicht. Das bedeutet, Trader sollten sich einen Broker suchen, dessen Plattform mit einem virtuellen Demokonto getestet werden kann. Dann muss sich der Trader so verhalten, wie er sich mit echtem Geld auch verhalten wird: Daytrading verlangt höchste Aufmerksamkeit, sobald eine Position eröffnet wurde. Ein gutes Demokonto gibt es zum Beispiel bei CMC Markets.

Tipp Nummer 2: Welches Geld wird beim Daytrading eingesetzt?

Dass Trader nur so viel Geld riskieren sollten, wie sie schmerzarm verlieren könnten, ist allgemein bekannt. Das Risiko wird durch die Stopps begrenzt. Es bleibt die Frage nach dem erforderlichen Anfangskapital. Wie sieht das beim Daytrading aus? Hier versucht der Trader, mit einer relativ großen Position auf relativ engem Raum einen Gewinn zu erzielen. Theoretisch kann das mit wenigen Hundert Euro gelingen, praktisch wird es aber immer Verluste geben. Daher müssen Einsteiger in das Daytrading eine erste Einstiegshürde überwinden: Sie sollten rund 2.000 bis 3.000 Euro wirklich übrig haben und damit ihr Daytrading beginnen. Ihr Kaptial ist das ein und alles beim Daytrading – ein guter Grund, striktes Risikomanagement zu betreiben.

Tipp Nummer 3: Strategie zurechtlegen und testen

Daytrader benötigen eine Handelsstrategie, die möglichst täglich einen Gewinn erwirtschaftet, so klein er auch immer sein mag. Erfolgreiche Daytrader gewinnen ungefähr eine Woche bis zehn Tage lang hintereinander, dann haben sie auch mal einen Verlusttag, danach wieder eine längere Gewinnstrecke. Während des Tagesgeschehens gibt es natürlich auch Verluste, die gut kalkuliert stattfinden. Hinter diesem Geschehen stecken in der Regel mehrere sehr gut durchdachte und auf dem Demokonto erprobte Strategien wie das Traden von Mini-Trends auf dem Intradaychart, Breakouts und vielversprechenden Reversals – und das mit mehreren Werten gleichzeitig. Jeder Trader muss mit dem Demokonto testen, wie viele Werte er wirklich gleichzeitig beobachten und handeln kann.

Tipp Nummer 4: Risikomanagement

Trader müssen wissen, wie viel Geld sie pro Trade anfänglich riskieren können. Beim Aktienhandel gilt die Zwei-Prozent-Regel, die sich auf das Derivatetrading nicht unbedingt übertragen lässt. Das mögliche Risiko (das allerdings kaum zehn Prozent übersteigen sollte) hängt von zwei Faktoren ab: der CRV-Ratio (Chance-Risiko-Verhältnis) und dem Umfang der Gewinne. Wenn ein Trader in drei von fünf Fällen gewinnt und dabei oft ein Gewinn von 30 – 80 % dabei ist, kann er ruhig anfänglich etwas mehr riskieren.

Tipp Nummer 5: Overtrading vermeiden

Daytrading erzeugt subtilen Stress, der für jüngere, aktive und durch das übliche Berufsleben gestählte Menschen nicht sofort spürbar ist. Der Stress kann sehr hoch werden, weil die Börse zu völlig irrationalen Entwicklungen neigt, für die es kein mathematisches Erklärungsmodell gibt. Durch diesen Stress, den beispielsweise tagelange Seitwärtsbewegungen in allen beobachteten Werten verursachen, tendieren gerade Daytrader zum Overtrading, also zum viel zu häufigen Trading. Das führt todsicher zur Kapitalvernichtung und sollte daher unter allen Umständen vermieden werden.

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