Viele Verbraucher haben sich schon einmal verschuldet. Sie haben einen Eintrag bei der Schufa. Leider bleibt dieser auch noch Jahre, nachdem ein Kredit abbezahlt wurde, erhalten. Mindestens drei Jahre dauert es, bis die Daten gelöscht werden. Auch andere zahlungsrelevante Informationen, wie

  • Auskünfte zu Konten,

  • Kreditkarten,

  • Zahlungsproblemen oder

  • laufenden Krediten

sammelt die Schufa. Anhand dieser Daten erstellt sie ein Bonitäts-Scoring des Verbrauchers. Banken, Mobilfunkanbieter oder Versicherungen überprüfen die Zahlungsfähigkeit des Kunden und lassen sich die Scores von der Schufa übermitteln. Für Betroffene können negative Einträge und eine schlechtes Scoring ein Hindernis darstellen, um eine Versicherung abzuschließen.

Kfz-Versicherung ist Pflicht

kfzversicherung_schufaZum Glück gilt das nicht für die Kfz-Versicherung. Sie ist laut § 5 Abs. 2 des Pflichtversicherungsgesetzes eine Pflichtversicherung. Das bedeutet, Fahrzeughalter dürfen ihr Auto ohne diese Police nicht im öffentlichen Straßenverkehr nutzen. Sie dürfen nicht von einem Versicherer abgelehnt werden, wenn sie einen schlechten Schufa-Eintrag haben. Allerdings müssen sie mit Leistungseinschränkungen rechnen. Zusatzversicherungen, wie die Voll- oder Teilkasko in den meisten Fällen nicht möglich. Auch kann es sein, dass der Versicherungsgeber bestimmte Vertragsklauseln streicht und die Police nur die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung vorsieht und bei hohen Sach- und Vermögensschäden nicht greift. Dann wird es für Verbraucher richtig teuer. Kunden mit schlechter Bonität müssen zudem damit rechnen, die Beitragssätze im Voraus zu zahlen. Versicherer verlangen in diesen Fällen Vorkasse, damit sie im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Kunden nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Kfz-Versicherungsvergleich

Weiterhin fordern die Assekuranzen von Kunden mit schlechter Bonität höhere Beitragssätze. Personen mit negativem Schufa-Eintrag sollten einen Kfz-Versicherungsvergleich im Internet durchführen, um den für sie günstigsten Tarif festzustellen. Da die Versicherer in der Regel sofort eine Bonitätsprüfung durchführen, sind die Tarifangaben im Normalfall die endgültigen Tarife. Trotzdem sollten die Versicherungsbeiträge sowie die Bedingungen explizit im Vertrag angeben sein. Damit Verbrauchern kein Nachteil entsteht, sollten sie diese aufmerksam durchlesen, bevor sie unterschreiben.

Eine Ablehnung ist bei diesen Versicherern selbst bei größeren Verbindlichkeiten nicht zu befürchten.

Ausnahmen – In seltenen Fällen können Assekuranzen einen Kunden bei der Kfz-Haftpflicht ablehnen, wenn dieser:

– eine Privatinsolvenz angemeldet hat,

– eine eidesstaatliche Versicherung abgibt,

– in der Vergangenheit Beitragszahlungen verweigert hat.

Probleme mit der Autoversicherung

Verbraucher können bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eine Beschwerde einlegen, wenn sie Probleme mit ihrer Autoversicherung haben sollten.